OLED-Monitor: Kommen 2018 PC-Monitore mit OLED-Panel?

OLED-MonitorEin OLED-Monitor hätte auf dem Papier viele Vorteile.

Ein Panel bestehend aus OLEDs (Organic Light Emitting Diodes) ist heller, kontrastreicher, flacher und kann höherer Bildwiederholungsfrequenzen realisieren.

OLED gibt es auch bereits – im jeweiligen High-End-Segment bei Smartphones und TV-Geräten.

Worauf jedoch (weiterhin) zu warten ist: Der erste OLED-Monitor (mit einer Ausnahme).

Wie der Stand von OLED bei PC-Displays ist, dem geht es hier auf den Grund.

Stand beim OLED-Monitor

Welche Vorteile hat ein OLED-Panel?

  • Hervorragende Bildqualität: OLED bietet Vorteile bei Kontrast, Helligkeit, Blickwinkelstabilität, Farbraum (Wide Gamut)
  • Energieeffizienz: Geringerer Stromverbrauch im Vergleich zu anderen Panel-Typen
  • Kompaktheit: OLED-Panels sind flacher und leichter

Vergleich IPS vs. VA vs. TN vs. OLED

Welche OLED-Monitore sind bereits verfügbar?

Die Liste hier fällt sehr kurz aus.

Der erste OLED-Monitor ist (bzw. war) der Dell Ultrasharp UP3017Q (siehe hier).

Dieser erschien jedoch ausschließlich für den US-Markt und ist aktuell bereits nicht mehr lieferbar. Der Verkaufspreis betrug 3.700,- US$.

Es handelt sich hierbei um ein 30″ OLED-Display mit 4K-Auflösung.

Zuvor gab es einiges hin und her rund um den Dell Ultrasharp UP3017Q.

Offensichtlich gab es zwischenzeitlich Probleme in der Qualitätssicherung bei der Monitor-Entwicklung. Zwischenzeitlich hieß es, der OLED-Monitor von Dell solle gar nicht mehr erscheinen (siehe hier).

Dann jedoch die Kehrwende: Offensichtlich ließen sich die Probleme beheben. Im April / Mai 2017 war der Dell Ultrasharp UP3017Q im US-Shop von Dell zeitweise lieferbar.

Ansonsten gilt: Es sind keine weiteren Monitor mit OLED-Panel verfügbar.

Der Dell Ultrasharp UP3017Q war aufgrund von dem hohen Anschaffungspreis ohnehin nicht für den Massenmarkt geeignet.

Welche Probleme gibt es bei OLED-Monitoren?

Ähnlich wie bei früheren Röhrenmonitoren neigt auch OLED dazu, dass Bilder „einbrennen“ können.

Das ist besonders bei PC- bzw. Mac-Verwendung ein Problem.

Denn anders als Smartphones und TV-Geräten gibt es hier eher fixierte User-Interface-Elemente. Dioden in diesem Bereich können mit der Zeit „einbrennen“.

Die Leuchtkraft einer eingebrannten Diode lässt deutlich nach.

Wann kommt der OLED-Monitor?

Schon lange wird darüber orakelt, dass bald der große Durchbruch für den OLED-Monitor kommen soll.

Einige sagten es für 2017 voraus, andere nun für 2018.

Fakt ist: Ankündigungen für einen OLED-Monitor im Consumer-Bereich gibt es bislang noch nicht. Das gilt auch für 2018 und für 2019.

Wer auf OLED wartet, muss sich deswegen weiterhin in Geduld üben.

Durchaus schade, denn gerade als HDR-Monitor könnte ein OLED-Monitor durchaus stärken ausspielen. Auch beim Einsatz als Gaming-Monitor hat OLED Vorteile.

Dennoch: Im Hintergrund tut sich einiges. So statten z.B. immer mehr Laptop-Hersteller bestimmte Modelle mit einem OLED-Display aus – z.B. Lenovo ThinkPad X1 Yoga (OLED).

Bis auch beim PC-Monitor bzw. Monitor für Mac das erste OLED-Modell erscheint, scheint es indes noch ein wenig zu dauern.

Als Überbrückung lohnt sich ein Blick auf einen Quantum Dot Monitor oder eben „normale“ Modelle mit IPS- / VA- / TN-Panel (4K Monitor, QHD Monitor).

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